Fotografie am Wasser
Fotografiska ist eines der renommiertesten Häuser für zeitgenössische Fotografie und liegt direkt am Wasser von Södermalm, gegenüber der Altstadt. Statt einer festen Sammlung zeigt das 2010 gegründete Museum ein laufend wechselndes Programm: rund 15 bis 20 Ausstellungen pro Jahr, internationale Namen ebenso wie aufstrebende Positionen. Ein Eintrittsticket gilt für alle gerade laufenden Schauen.
Das Zollhaus
Das Museum steckt im ehemaligen Stora Tullhuset, dem alten Zollhaus, das zwischen 1906 und 1910 nach Plänen von Ferdinand Boberg im Jugendstil errichtet wurde. Die markante Backsteinfassade mit ihren großen Bogenfenstern prägt bis heute die Wasserkante von Stadsgården – ein passender Rahmen für Bilder, der selbst schon einen Blick wert ist.
Was dich erwartet
Das Programm reicht von Modefotografie über künstlerische Inszenierungen bis zu gesellschaftskritischen Reportagen. Für 2026 standen unter anderem Schauen von Martin Parr, Kevin Abosch, Lotta Antonsson und Lebohang Kganye auf dem Plan, dazu die Jubiläumsausstellung „15 Fotografiska Years”. Welche Ausstellungen genau laufen, wechselt regelmäßig – ein Blick ins aktuelle Programm vor dem Besuch lohnt sich. Im Obergeschoss gibt es ein Restaurant mit weitem Blick über den Hafen und die Altstadt, dazu Bistro, Bar und Café.
Besuch und Praktisches
Für die Ausstellungen reichen meist 1,5 bis 2 Stunden. Eine Besonderheit sind die langen Öffnungszeiten: Das Museum hat täglich bis 23 Uhr geöffnet, was Fotografiska zu einem der wenigen Ziele macht, die sich für den Abend eignen – die blaue Stunde über dem Wasser ist hier besonders reizvoll. Wer sparen will, kommt mittwochs ab 18 Uhr (zwei Tickets zum Preis von einem) oder als Senior dienstags. Tickets gibt es online vorab oder direkt vor Ort.
Fotografiska liegt am östlichen Ufer von Södermalm; von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß hinauf zur Aussicht an der Fjällgatan oder zum Katarinahissen. Mehr zum Viertel mit seinen Cafés und Aussichtspunkten steht im Porträt zu Södermalm.