Wichtig vorab: dauerhaft geschlossen
Kaknästornet ist seit 2018 dauerhaft für die Öffentlichkeit geschlossen. Aussichtsplattform, Restaurant, Café, Infozentrum und Souvenirshop sind nicht mehr zugänglich, und ein Wiedereröffnungsdatum gibt es nicht. Wer den Turm in einem älteren Reiseführer als Top-Aussichtspunkt findet, sollte den Hinweis ignorieren: Ein Besuch ist schlicht nicht möglich.
Auf Buchungsportalen wie GetYourGuide oder Viator kursieren teils noch Eintritts- oder Tour-Angebote. Diese sind nicht offiziell und führen ins Leere – Tickets für den Turm gibt es nicht. Aussichtshungrige finden weiter unten bessere Alternativen.
Was Kaknästornet ist
Der Kaknästurm (Kaknästornet) ist ein 155 Meter hoher Fernseh- und Funkturm (mit Antenne 170 Meter, 30 Stockwerke) im Stadtteil Gärdet, am Rand des grünen Königlichen Nationalstadtparks. Errichtet wurde er 1963 bis 1967 im Auftrag der damaligen schwedischen Fernmeldebehörde Televerket und am 12. Mai 1967 eingeweiht; den nüchtern-monumentalen Betonbau entwarfen die Architekten Hans Borgström und Bengt Lindroos.
Bis zu seiner Schließung war der Turm eine der beliebtesten Attraktionen Stockholms: Aus den oberen Stockwerken reichte der Blick über die Schären, die Innenstadt und das umliegende Grün – besonders an klaren Abenden auf die beleuchtete Stadt. Heute gehört und betreibt ihn die Sendegesellschaft Teracom; technisch ist Kaknästornet weiterhin ein zentraler Sendeknoten für Fernsehen, Radio und Satellit.
Geschichte und Name
Der Name geht auf das mittelalterliche Dorf Kaknäs zurück, das einst den südöstlichen Teil des heutigen Östermalm rund um das Ladugårdsgärdet umfasste. Ein Gräberfeld in der Gegend belegt Besiedlung schon in der späten Eisenzeit (etwa 550 bis 1050 n. Chr.) – der Boden unter dem modernen Funkturm ist also historisch deutlich älter, als der Beton vermuten lässt.
Seit Dezember 2019 gilt für das Bauwerk eine strenge Regelung: Ohne Genehmigung darf der Turm nicht fotografiert, kopiert, vermessen oder beschrieben werden. Das unterstreicht, wie sehr aus dem einstigen Aussichtsziel ein sicherheitsrelevantes Infrastrukturobjekt geworden ist.
Aussicht-Alternativen in Stockholm
Wer den Rundblick sucht, den Kaknästornet einst bot, hat in Stockholm gute Alternativen – die meisten sind sogar kostenlos:
- Skinnarviksberget auf Södermalm – der höchste natürliche Punkt der Innenstadt mit weitem Blick über Wasser und Skyline, frei zugänglich
- Eclipse im Vergnügungspark Gröna Lund – ein 121 Meter hoher Aussichtsflieger über Djurgården und das Wasser (Eintritt nötig)
- Fjällgatan auf Södermalm – die klassische Aussichtsterrasse über Hafen und Altstadt
- der Turm des Stadshuset (Stadshustornet) – Stockholms Rathausturm mit Panoramablick im Sommer
Lage und Umgebung
Der Turm steht an der Adresse Mörka Kroken 28–30 im Stadtteil Gärdet innerhalb des Königlichen Nationalstadtparks. Auch wenn der Turm selbst gesperrt ist, lohnt die grüne Umgebung des Gärdet für einen Spaziergang; das angrenzende Viertel Östermalm verbindet gepflegte Wohnstraßen mit Museen und Cafés.
Für die Tourenplanung in Stockholm helfen der Überblick Top-15-Sehenswürdigkeiten und der Guide zur Fortbewegung in der Stadt.