stockholm-online.de
Museen

Nationalmuseum

Schwedens Kunst- und Designmuseum am Blasieholmen

Schwedens größtes Kunstmuseum am Blasieholmen-Kai gegenüber dem Schloss – alte Meister von Rembrandt bis Renoir, schwedische Malerei und ein Depot für Design und Kunsthandwerk.

Nationalmuseum
Inhalt

Schwedens größtes Kunstmuseum

Das Nationalmuseum liegt an der Södra Blasieholmshamnen auf der Halbinsel Blasieholmen, am Wasser direkt gegenüber dem Königlichen Schloss. Es ist Schwedens größtes Kunstmuseum und beherbergt mit rund 700.000 Objekten – darunter etwa 500.000 Zeichnungen – die reichste Sammlung der nordischen Region.

Das Haus wurde 2013 für eine umfassende Renovierung geschlossen und am 13. Oktober 2018 wiedereröffnet. Seitdem zeigt es in hellen, neu gestalteten Sälen fast dreimal so viel wie zuvor. Die Renovierung liegt damit einige Jahre zurück – wer früher von „frisch saniert” gelesen hat, findet heute ein eingespieltes, vollständig bespieltes Museum vor.

Von Rembrandt bis Zorn

Den Kern bildet die europäische Malerei vom Spätmittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert. Zu den bekanntesten Werken zählen Rembrandts Die Küchenmagd und Simeons Lobgesang, Renoirs La Grenouillère und Arcimboldos skurriler Kopf Der Jurist. Auch Rubens, Goya und Gauguin sind in der Sammlung vertreten.

Mindestens ebenso sehenswert ist die schwedische Kunst. Alexander Roslins Gruppenbildnis Gustav III. und seine Brüder, Anders Zorns Luftschlösser von 1885 und die hellen Interieurs von Carl Larsson zeigen, wie eigenständig die schwedische Malerei war. Eine Besonderheit ist die weltgrößte Sammlung von Porträtminiaturen mit über 5.200 Stücken.

Design, Schatzkammer und Höfe

Das Nationalmuseum ist nicht nur ein Gemäldemuseum. Ein großes Design-Depot widmet sich schwedischem Design und Kunsthandwerk vom Barock bis zur Gegenwart – ein guter Einstieg, wenn dich schwedische Formgebung mehr interessiert als alte Meister.

Nach der Renovierung kamen mehrere neue Präsentationsräume hinzu:

  • die Timeline, ein chronologischer Rundgang durch die Sammlung
  • eine Schatzkammer mit besonders wertvollen Stücken
  • die Children’s Art World für junge Besucher
  • ein Skulpturenhof im Inneren des Gebäudes

Das Erdgeschoss mit Shop, Restaurant, Studios und den Höfen ist frei zugänglich – auch ohne Ticket lohnt ein kurzer Blick ins Haus.

Öffnungszeiten, Eintritt und Tickets

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag, montags geschlossen. An den meisten Tagen von 11:00 bis 17:00 Uhr, donnerstags länger bis 20:00 Uhr. Geschlossen bleibt das Museum an Heiligabend und

  1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr sowie an Mittsommerabend und Mittsommertag.

Anders als früher ist die Dauerausstellung nicht mehr kostenlos. Erwachsene zahlen 160 SEK, darin sind Sammlung und alle Sonderausstellungen enthalten. Unter 20 Jahre ist der Eintritt frei, in der letzten Stunde vor Schluss kostet er 80 SEK. Wer Eintritt sparen will, kommt donnerstags zwischen 17 und 20 Uhr – dann ist der Besuch für alle gratis, aber spürbar voller. Tickets gibt es vorab online über die offizielle Ticketseite; vor Ort wird nur per Karte oder Swish bezahlt, kein Bargeld.

Besuch und beste Zeit

Für einen Gesamtüberblick solltest du 2 bis 3 Stunden einplanen. Wer sich auf die Altmeister konzentriert, kommt mit rund einer Stunde aus, eine reine Designrunde dauert etwa 45 Minuten. Am ruhigsten ist es an Wochentagen vormittags (Dienstag bis Freitag).

Das Museum ist umfassend barrierefrei: Aufzüge mit Automatiktüren auf jeder Etage, ausleihbare Rollstühle und Rollatoren, barrierefreie Toiletten, ein Tastmodell im Foyer und Höranlagen. Assistenzhunde sind erlaubt, eine Begleitperson hat freien Eintritt.

Anreise und Kombination

Die Adresse ist Södra Blasieholmshamnen 2. Mit der Tunnelbana bis Kungsträdgården (blaue Linie) sind es etwa fünf Minuten zu Fuß. Bus 65 hält direkt vor dem Museum, die Linien 2, 55 und 76 am Karl XII:s torg. Im Sommer bringt dich die Djurgårdsfähre bis Skeppsholmen, von dort sind es rund zehn Minuten zu Fuß.

Die Lage eignet sich gut für einen Museums- oder Kulturtag. Gleich gegenüber liegt das Königliche Schloss in der Gamla Stan. Auf der benachbarten Insel Skeppsholmen wartet das Moderna Museet mit moderner Kunst, und für einen weiteren Stadtpalast als Museum bietet sich das Hallwylska Palatset in Östermalm an. Wer mehrere Häuser plant, findet einen Überblick in den Top 15 Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen

Was kann man im Nationalmuseum sehen?+

Schwedens reichste Kunstsammlung mit rund 700.000 Objekten: alte Meister wie Rembrandt, Rubens und Goya, Impressionisten wie Renoir und Gauguin sowie schwedische Malerei von Roslin, Anders Zorn und Carl Larsson. Dazu ein großes Depot für schwedisches Design und Kunsthandwerk, die weltgrößte Sammlung von Porträtminiaturen und eine Schatzkammer.

Kostet das Nationalmuseum Eintritt?+

Ja. Die Dauerausstellung ist seit der Wiedereröffnung nicht mehr gratis. Erwachsene zahlen 160 SEK, im Preis sind Sammlung und alle Sonderausstellungen enthalten. Unter 20 Jahre haben freien Eintritt, in der letzten Stunde vor Schluss kostet es 80 SEK. Donnerstags von 17 bis 20 Uhr ist der Eintritt für alle frei.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?+

Für einen Gesamtüberblick 2 bis 3 Stunden. Wer gezielt zu den Altmeistern geht, schafft das in rund einer Stunde, eine reine Designrunde dauert etwa 45 Minuten. Üblich sind 1,5 bis 2,5 Stunden.

Wann ist es am wenigsten voll?+

Am ruhigsten ist es an Wochentagen vormittags (Dienstag bis Freitag). Der kostenlose Donnerstagabend von 17 bis 20 Uhr ist attraktiv, dann aber entsprechend voller. Montags ist das Museum geschlossen.

Wie komme ich zum Nationalmuseum?+

Das Museum liegt an der Södra Blasieholmshamnen 2 auf der Halbinsel Blasieholmen, gegenüber dem Königlichen Schloss. Mit der Tunnelbana bis Kungsträdgården (blaue Linie) sind es etwa fünf Minuten zu Fuß. Bus 65 hält direkt vor dem Haus, die Linien 2, 55 und 76 am Karl XII:s torg. Im Sommer bringt die Djurgårdsfähre dich bis Skeppsholmen, von dort sind es rund zehn Minuten.

Ist das Nationalmuseum barrierefrei?+

Ja, umfassend. Rechts vom Haupteingang gibt es einen Aufzug, dazu Behindertenparkplätze und Aufzüge mit Automatiktüren auf jeder Etage. Es stehen barrierefreie Toiletten mit Wickeltisch, ausleihbare Rollstühle und Rollatoren, ein Tastmodell im Foyer und Höranlagen bereit. Assistenzhunde sind erlaubt, eine Begleitperson hat freien Eintritt.