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Parks & Inseln

Skinnarviksberget

Höchster natürlicher Punkt der Innenstadt

Der Skinnarviksberget im Skinnarviksparken auf Södermalm ist mit 53 Metern der höchste natürliche Punkt der Stockholmer Innenstadt und der beliebteste Sonnenuntergangsplatz der Stadt.

Inhalt

Der höchste Fels der Innenstadt

Der Skinnarviksberget ist ein nackter Granitrücken im Westen von Södermalm und mit 53 Metern über dem Meeresspiegel der höchste natürliche Punkt der Stockholmer Innenstadt. Er gehört zum öffentlichen Skinnarviksparken und ist damit kein Aussichtsturm und kein Museum, sondern schlicht ein Stück Fels, auf das man hinaufgeht.

Genau das macht ihn aus. Auf der Kuppe liegt eine breite, weitgehend ebene Felsplatte, auf der Dutzende Menschen sitzen können, ohne einander im Weg zu sein. Geländer, Wege und Bänke gibt es oben nicht; wer sich setzt, setzt sich auf den Stein. Als höchster Punkt gilt der Berg nur innerhalb der historischen Zollgrenze - der Henriksdalsberget im Osten ist mit 57 Metern höher, liegt aber außerhalb.

Die Aussicht

Der Blick geht über den Riddarfjärden, den östlichsten Zipfel des Mälarsees, nach Norden und Nordwesten: gegenüber Kungsholmen mit dem Turm des Stadshuset, rechts davon Riddarholmen mit dem gusseisernen Helm der Riddarholmskyrkan und dahinter die Altstadt Gamla Stan. Links im Rücken steht die Kuppel der Högalidskyrkan über Hornstull.

Weil der Fels frei liegt und keine Bebauung davor steht, ist der Blick nach Nordwesten unverstellt - und damit genau in die Richtung, in der im Sommerhalbjahr die Sonne untergeht. Das erklärt die Rolle, die der Berg im Stockholmer Alltag spielt: An warmen Abenden sitzen hier Gruppen mit Picknickdecke, Brot und Thermoskanne bis lange nach dem Sonnenuntergang. Im Hochsommer wird es erst gegen 22 Uhr dunkel.

Wie du hinaufkommst

Der bequemste Weg beginnt an der U-Bahn-Station Zinkensdamm (grüne Linie). Von dort geht es über die Lundagatan in den Skinnarviksparken und von dessen östlichem Ende auf Trampelpfaden über die Felsflächen nach oben. Von der Uferstraße Söder Mälarstrand führt ein kürzerer, aber deutlich steilerer Weg über Treppen hinauf; wer von Monteliusvägen kommt, läuft westwärts weiter und steigt von der Höhe her ein. Zweitnächste Station ist Mariatorget.

Barrierefrei ist der Gipfel nicht. Der letzte Abschnitt führt über blanken, unebenen Fels ohne befestigten Weg; mit Rollstuhl oder Kinderwagen kommt man bis in den Park, nicht auf die Kuppe. Der untere Parkteil mit Rasenflächen, Sitzplätzen und dem Spielplatz Ballongparken ist dagegen gut erreichbar.

Sicherheit und Untergrund

Der Untergrund ist glattgeschliffener Granit, der bei Regen, Frost und nassem Laub rutschig wird; feste Schuhe sind keine Übertreibung. Zum Wasser hin bricht der Fels steil ab, Geländer gibt es nicht und Beleuchtung ebenso wenig. Wer nach Einbruch der Dunkelheit hinuntergeht, nimmt besser den Weg durch den Park als die Abkürzung über die Felskanten. Mit kleinen Kindern sollte man Abstand zum Rand halten.

Der Berg ist an Sommerabenden ein Treffpunkt, entsprechend voll und laut kann es werden. Die Stadt hat darauf mit einem nächtlichen Alkoholverbot zwischen 00:00 und 07:00 Uhr reagiert. Wer es ruhiger mag, kommt vormittags oder außerhalb der Sommermonate.

Skinnarviksberget, Monteliusvägen oder Fjällgatan

Södermalm hat drei bekannte Aussichtslagen, und sie sind nicht austauschbar.

  • Skinnarviksberget ist der wildeste und höchste der drei: freier Fels, viel Platz, der weiteste Blick über den Riddarfjärden, dafür kein befestigter Weg und kein Geländer. Der Ort für einen langen Sommerabend.
  • Monteliusvägen liegt gut einen halben Kilometer östlich und ist das Gegenteil: ein schmaler, ebener Höhenweg mit Bänken und Terrassen, in wenigen Minuten abgelaufen, näher an Gamla Stan und deutlich enger, wenn viel los ist.
  • Fjällgatan liegt im Osten der Insel und blickt in eine andere Richtung: über den Hafen auf Djurgården und die Schäreneinfahrt, gesäumt von Holzhäusern des 18. Jahrhunderts.

Wer Zeit hat, hängt Skinnarviksberget und Monteliusvägen zu einem Spaziergang zusammen; zu Fuß liegen zwischen beiden rund zehn Minuten am Hang entlang.

Name und Geschichte

Der Name geht auf die Gerber zurück, die sich im 17. Jahrhundert an der Bucht unterhalb des Bergs niederließen: „skinnare" heißt Kürschner oder Gerber. Die Bucht Skinnarviken ist 1646 belegt, eine „Skinnarewicks-gatun" taucht 1658 in einem Grundstücksverzeichnis auf. Das Gewerbe stank so, dass es aus der Stadt hinausverlegt wurde - Södermalm war damals Vorstadt, nicht Szeneviertel.

Der Hang gehörte später zum Landgut Kristinehovs malmgård aus dem 18. Jahrhundert. Als Park angelegt wurde das Gelände in den 1910er- und 1920er-Jahren, ausdrücklich mit dem Anspruch, den Felsen so weit wie möglich in seinem natürlichen Zustand zu belassen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und darin liegt der eigentliche Reiz des Ortes.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Skinnarviksberget?+
53 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist er der höchste natürliche Punkt der Stockholmer Innenstadt. Höhere Punkte im Stadtgebiet, etwa der Henriksdalsberget mit 57 Metern, liegen außerhalb der historischen Zollgrenze.
Wie kommt man hinauf?+
Am kürzesten von der U-Bahn-Station Zinkensdamm über die Lundagatan in den Skinnarviksparken; von dort führen mehrere Pfade auf den Felsen. Von der Uferstraße Söder Mälarstrand geht es steiler und über Treppen hinauf. Feste Wege gibt es auf dem Gipfelfelsen selbst nicht.
Was kostet der Besuch?+
Nichts. Der Skinnarviksberget gehört zum öffentlichen Skinnarviksparken und ist ganzjährig frei und durchgehend zugänglich, ohne Eintritt und ohne Öffnungszeiten.
Was sieht man von oben?+
Den ganzen Riddarfjärden, dahinter Kungsholmen mit dem Stadshuset, rechts Riddarholmen und die Altstadt Gamla Stan, links die Högalidskyrkan über Hornstull. Weil der Fels frei liegt und nach Norden abfällt, ist der Blick nach Nordwesten unverstellt - der Grund, warum der Ort als Sonnenuntergangsplatz gilt.
Ist der Aussichtsfelsen sicher?+
Der Gipfel ist eine breite, weitgehend flache Felsplatte, aber es gibt keine Geländer und keine Beleuchtung. Zum Wasser hin fällt der Fels steil ab. Bei Nässe, Frost und Laub ist der glatte Granit rutschig; festes Schuhwerk hilft. Mit kleinen Kindern gehört der Rand tabu.

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