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Die besten Hotels in Stockholm

Vom traditionsreichen Grand Hôtel am Wasser bis zum Designhotel von ABBA-Legende Benny Andersson – sechs Häuser für jedes Budget in zentraler Stockholmer Lage.

Die besten Hotels in Stockholm
Inhalt

Stockholm ist nicht günstig, bietet aber in jeder Kategorie gute Häuser – viele davon mit Wasserblick, einige in Gebäuden, die selbst schon eine Sehenswürdigkeit sind. Zentral wohnt man in Norrmalm, im eleganten Östermalm oder im charmanten Gamla Stan; das hippe Södermalm ist oft etwas günstiger und entspannter. Welches Viertel am besten zum eigenen Reisestil passt, klärt der Ratgeber Wo übernachten in Stockholm?.

Die folgende Auswahl deckt verschiedene Budgets ab, von der Luxus-Ikone bis zum Hostel-Bett. Die genannten Preise sind grobe Richtwerte pro Nacht und schwanken stark mit Saison und Termin – im hellen Sommer und zur Adventszeit unbedingt früh buchen.

Grand Hôtel – die Luxus-Ikone am Wasser

Wenn ein Stockholmer Haus den Titel „Grandhotel” wörtlich nimmt, dann dieses. Das Grand Hôtel wurde 1874 vom Franzosen Régis Cadier auf der Halbinsel Blasieholmen erbaut und am 14. Juni 1874 eröffnet. Bedeutende Umbauten folgten 1899, als der Spegelsalen (Spiegelsaal) nach Versailler Vorbild entstand, und 1924; das Haus wird seither laufend renoviert.

Die Lage ist kaum zu schlagen – das Grand liegt direkt neben dem Nationalmuseum und blickt über den Hafen hinüber zum Königsschloss und nach Gamla Stan. Bis zum Königlichen Schloss sind es nur etwa einen halben Kilometer beziehungsweise rund fünf bis zehn Gehminuten.

Ein Besuch lohnt sich auch ohne Übernachtung – wegen des Schwedischen Buffets (Smörgåsbord) in der hauseigenen Veranda. Es gilt als eines der wenigen Restaurants der Stadt mit ganzjährigem echtem Smörgåsbord und kostet 750 SEK pro Person, Kinder von 4 bis 11 Jahren zahlen 375 SEK. Serviert wird laut Haus mittags Mo–Fr sowie am Wochenende 12:30–16 und 18–22 Uhr, mit Ausnahmen während der Themenwochen. Für viele Gäste ist genau das der einfachste Weg, das Grand zu erleben, ohne den Zimmerpreis zu zahlen.

Nobis Hotel – Design hinter klassizistischen Fassaden

Das Nobis Hotel am Norrmalmstorg 2–4 zeigt, wie aus historischer Substanz ein modernes Designhaus wird. Es steckt in zwei denkmalgeschützten Stadtpalästen der späten 1880er- und 1890er-Jahre – der Südbau entstand 1884–86, der Nordbau 1890–93. Den Umbau zum Hotel verantwortete 2010 das renommierte schwedische Architekturbüro Claesson Koivisto Rune. Teile der historischen Innenräume stehen unter Aufsicht des schwedischen Reichsantiquaramts.

Im Detail merkt man den Anspruch – Carrara-Marmor in den Bädern, die Gold Bar mit goldgerahmten Spiegeln und einem Tresen aus gelbem Onyx-Imitat, dazu eine Lounge unter 28 Meter hoher Decke. In Betrieb sind aktuell das Restaurant NOI, das Bistro Bino sowie die Gold Bar. Das Haus ist Mitglied der Design Hotels.

Die Lage am Norrmalmstorg ist zentral und trotzdem ruhiger als direkt an der Einkaufsmeile – ein guter Kompromiss für alle, die Design schätzen, aber nicht im Trubel schlafen wollen.

Hotel Diplomat – Jugendstil an der Strandvägen

Das Hotel Diplomat residiert in einem Art-Nouveau-Gebäude von 1911 an der prächtigen Strandvägen (Adresse Strandvägen 7C) in Östermalm. Ursprünglich als exklusives Wohnhaus errichtet, wird es seit den 1960er-Jahren als Hotel geführt. Die Adresse zählt zu den elegantesten der Stadt – die Strandvägen ist die repräsentative Wasserpromenade, an der die Stadtvillen aufgereiht sind.

Eine eigene Tradition ist der Afternoon Tea, seit den 1960er-Jahren gepflegt und in der T/Bar mit Blick auf die Bucht Nybroviken serviert. Er ist online buchbar, jeweils als Zwei-Stunden-Sitzung – freitags um 15 Uhr sowie samstags und sonntags um 12, 12:30, 14:30 und 15 Uhr. Auch das ist eine charmante Art, das Haus kennenzulernen, ohne dort zu übernachten.

Praktisch ist die Nähe zu den Museen Richtung Djurgården – die Djurgårdsbron erreicht man von der Strandvägen in rund vier Minuten zu Fuß, das Nordiska Museet auf Djurgården liegt etwa zwölf bis fünfzehn Gehminuten entfernt.

Hotel Rival – ABBAs Designhaus in Söder

Das Hotel Rival am Mariatorget ist die entspannteste Adresse dieser Liste und zugleich die mit der besten Hintergrundgeschichte – es gehört dem früheren ABBA-Musiker Benny Andersson. Eröffnet wurde das Hotel am 1. September 2003; Immobilie und Betrieb laufen über zwei Töchter der Benny Andersson Produktion AB, Geschäftsführer ist seit 2017 Jesper Henryson. An der Eigentümerschaft hat sich bis 2026 nichts geändert.

Das Gebäude hat Geschichte – hier eröffnete 1937 das Rival-Kino mit ursprünglich 1218 Plätzen. Der heutige Theater- und Kinosaal ist mit 735 Plätzen aktiv und für öffentliche Veranstaltungen buchbar. Die Art-déco-Cocktailbar geht ebenfalls auf 1937 zurück und enthält teils originale Ausstattung. Rund ums Haus gibt es reichlich Gastronomie – Rival’s Bistro, Watson’s Bar, The Tavern mit Außenplätzen am Mariatorget sowie ein Café mit eigener Bäckerei.

Die Lage in Södermalm bringt das Szene-Flair des Viertels gleich vor die Tür und liegt damit etwas abseits der klassischen Touristenpfade von Norrmalm und Gamla Stan – wer Söder mag, wohnt hier richtig.

City Backpackers – die beste Budget-Adresse im Zentrum

Wer günstig und zentral schlafen will, ist im City Backpackers Hostel an der Upplandsgatan 2/2a gut aufgehoben. Das Haus wird 2026 von der City Backpackers AB betrieben und ist in Betrieb. Es bietet gemischte Schlafsäle mit 4 bis 12 Betten, eigene Frauen-Schlafsäle, Twin- und Doppelzimmer mit Bad sowie private Apartments mit Küche – die Bandbreite reicht also vom Backpacker-Bett bis zur kleinen Selbstversorger-Wohnung. Ein Extra, das man so selten bekommt, ist die kostenlose Sauna am Abend.

Die Lage ist für ein Hostel ideal – rund 500 Meter beziehungsweise etwa fünf bis zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof und Busbahnhof entfernt. Man läuft über die Vasagatan zum Norra Bantorget, wo die Vasagatan in die Upplandsgatan übergeht. Wer mit Zug oder Flughafenbus ankommt, schleppt sein Gepäck also nur eine kurze Strecke.

Dazwischen – solide Hotels für 100 bis 150 Euro

Zwischen Hostel-Bett und Luxus-Suite klafft preislich eine große Lücke, und genau die füllen die soliden 3- bis 4-Sterne-Häuser, die wir oben bewusst nicht einzeln aufgeführt haben. In zentraler Lage und meist im Bereich von etwa 100 bis 150 Euro pro Nacht finden sich unter anderem:

  • Scandic-Häuser – das Scandic Continental liegt nur rund 150 Meter von T-Centralen entfernt, das Scandic Go an der Upplandsgatan ist eine günstigere Variante derselben Kette.
  • Comfort Hotel Xpress Stockholm Central – funktionales, zentrales Mittelklasse-Haus nahe dem Hauptbahnhof.
  • Clarion Hotel Amaranten – größeres Haus auf Kungsholmen, etwas abseits des Trubels.
  • Story Hotel und Hobo – Design- und Boutique-Adressen für alle, die Charakter wollen, ohne ins Luxus-Segment zu gehen.

Die günstigsten 3-Sterne-Doppelzimmer lagen zuletzt um 90 bis 100 Euro – das sind allerdings Tagespreise, die mit Saison und Termin stark schwanken. Als Orientierung gilt – früh buchen senkt den Preis hier am zuverlässigsten, gerade im hellen Sommer und in der Adventszeit. Welches Viertel sich für das eigene Programm am besten eignet, ordnet der Ratgeber Wo übernachten in Stockholm? ein.

Häufige Fragen

Welches Stockholmer Hotel hat das beste Schwedische Buffet?+

Das Grand Hôtel serviert in seiner Veranda noch immer ein echtes Smörgåsbord und gilt als eines der wenigen Häuser in Stockholm mit ganzjährigem Angebot. Es kostet 750 SEK pro Person, Kinder von 4 bis 11 Jahren zahlen 375 SEK. Serviert wird laut Haus mittags Mo–Fr sowie am Wochenende 12:30–16 und 18–22 Uhr (mit Ausnahmen während Themenwochen).

In welchem Viertel übernachtet man in Stockholm am praktischsten?+

Eine zentrale Lage in Norrmalm oder rund um Östermalm ist praktisch, weil man von dort zu Fuß oder mit kurzen Fahrten überall hinkommt. Söder (Södermalm) ist oft etwas günstiger und entspannter. Welches Viertel zu welchem Reisestil passt, klärt unser Ratgeber „Wo übernachten in Stockholm?".

Gibt es in Stockholm gute Hotels für unter 150 Euro?+

Ja. Zwischen Hostel und Luxushaus füllen 3- bis 4-Sterne-Häuser die Lücke, etwa Scandic Continental nahe T-Centralen, Comfort Hotel Xpress, Clarion Hotel Amaranten oder Design-Adressen wie Story Hotel und Hobo. Günstige 3-Sterne-Doppelzimmer lagen zuletzt um 90 bis 100 Euro, schwanken aber stark mit Saison und Termin.

Wo übernachtet man in Stockholm am günstigsten?+

Das zentrale City Backpackers Hostel an der Upplandsgatan liegt rund 500 Meter vom Hauptbahnhof entfernt und bietet Schlafsäle, Frauen-Schlafsäle, Doppelzimmer mit Bad und private Apartments mit Küche. Abends gibt es eine kostenlose Sauna. Es ist die beste Budget-Adresse im Zentrum.